Was wir glauben
Hier findest du die Zusammenfassung unseres Glaubensbekenntnisses. Das vollständige Glaubensbekenntnis kannst du per Anfrage erhalten.
Unser Glaube gründet auf den klaren Lehren der Heiligen Schrift. Hier sind die zentralen Säulen:
Die Heilige Schrift (Bibliologie): Wir glauben, dass die Bibel das von Gott eingegebene, irrtumslose Wort ist. Sie ist die höchste Instanz für alle Fragen der Lehre und Lebensführung
(2. Timotheus 3,16).
Der Dreieine Gott (Theologie):
Wir bekennen uns zu dem einen, wahren und lebendigen Gott (Jesaja 45,5; 5. Mose 6,4), der Schöpfer, Erhalter und Richter des Universums ist. Er existiert ewiglich in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Diese drei sind ein Gott, wesenseins und gleich an Macht und Herrlichkeit.
Gott der Vater: Er ist der Ursprung aller Dinge und die Quelle des Heilsplanes. Er ist heilig (1. Petrus 1,15-16), gerecht (Psalm 145,17) und Liebe (1. Johannes 4,8). In Seiner Souveränität regiert Er über die Geschichte und das Schicksal der Menschen (Epheser 1,11). Er ist der Vater derer, die durch den Glauben an Jesus Christus Seine Kinder geworden sind (Galater 4,6).
Gott der Sohn (Jesus Christus): Wir glauben an Seine ewige Gottheit (Johannes 1,1; Kolosser 2,9) und Seine wahre Menschheit. Er wurde durch den Heiligen Geist gezeugt und von der Jungfrau Maria geboren (Lukas 1,35). Wir bekennen Sein sündloses Leben (Hebreer 4,15),
Seinen stellvertretenden Sühnetod am Kreuz von Golgatha (Römer 5,8), Seine leibliche Auferstehung am dritten Tag (1. Korinther 15,3-4) und Seine Himmelfahrt zur Rechten Gottes, wo Er nun als unser Hoherpriester und Fürsprecher dient (Hebräer 7,25). Er wird wiederkommen, um die Welt zu richten und Sein Reich aufzurichten.
Gott der Heilige Geist: Er ist eine göttliche Person, kein bloßer Einfluss. Er überführt die Welt von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht (Johannes 16,8-11). Er bewirkt die Wiedergeburt des Sünders, zieht ihn zur Umkehr und wohnt in jedem Gläubigen als Unterpfand und Siegel des Heils (Epheser 1,13-14). Er leitet die Gemeinde in alle Wahrheit, schenkt Gnadengaben zur Erbauung des Leibes Christi und bringt die Frucht des Geistes im Leben der Kinder Gottes hervor (Galater 5,22-23).
Das Heil in Christus (Soteriologie): Wir bekennen uns zu einem biblischen Verständnis des Heils, das Gottes Souveränität und die Verantwortung des Menschen ausgewogen darstellt:
P – People to be reached (Alle Menschen sollen erreicht werden): Gott liebt die ganze Welt und möchte, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1. Timotheus 2,4; Johannes 3,16).
R – Responsibility of man (Verantwortung des Menschen): Obwohl der Mensch geistlich tot ist, trägt er die Verantwortung, auf das Evangelium zu reagieren. Die Errettung wird wirksam durch die persönliche Entscheidung zur Buße und den Glauben an Jesus Christus (Apostelgeschichte 17,30; Johannes 1,12).
O – Open offer of salvation (Offenes Heilsangebot): Das Heil ist kein exklusives Angebot für eine vorbestimmte Gruppe, sondern gilt jedem, der den Namen des Herrn anruft. Die Einladung ist universal (Römer 10,13; Offenbarung 22,17).
V – Vicarious atonement (Stellvertretendes Sühnopfer): Jesus Christus starb stellvertretend für die Sünden der ganzen Welt. Sein Opfer ist ausreichend für alle, aber wirksam nur für die, die glauben (1. Johannes 2,2; 2. Korinther 5,14-15).
I – Illuminating grace (Erleuchtende Gnade): Der Heilige Geist wirkt durch das Wort Gottes an den Herzen der Menschen, überführt sie von Sünde und befähigt sie, das Evangelium zu verstehen und anzunehmen. Gnade ist das Fundament, aber sie ist nicht unwiderstehlich (Johannes 16,8; Apostelgeschichte 7,51).
D – Decision for Christ (Entscheidung für Christus): Der Glaube ist das Mittel, durch das wir die Gnade empfangen. Der Mensch muss sich aktiv für Christus entscheiden, indem er das Geschenk des Heils annimmt (Epheser 2,8; Josua 24,15).
E – Eternal security (Ewige Sicherheit): Wer wahrhaft wiedergeboren ist, besitzt das ewige Leben und kann dieses niemals mehr verlieren. Er ist in Gottes Hand versiegelt bis zum Tag der Erlösung (Johannes 10,28-29; Epheser 1,13-14).
Zusammenfassend bezeugt das PROVIDE-Modell, dass Gott in Seiner grenzenlosen Liebe jedem Menschen die Tür zum Heil weit geöffnet hat und durch Sein Wort und Seinen Geist die Voraussetzung zur Umkehr schafft. Die Errettung bleibt somit ein reines Gnadengeschenk Gottes, das jedoch vom Einzelnen durch eine bewusste, persönliche Entscheidung im Glauben angenommen werden muss.
Die Gemeinde (Ekklesiologie): Die Gemeinde ist der Leib Christi, berufen zur Anbetung, zur gegenseitigen Erbauung durch Geistesgaben und zur Verkündigung des Wortes. Wir glauben, dass der Heilige Geist jedem Gläubigen Gnadengaben schenkt, die zum Nutzen und zur Erbauung des gesamten Leibes dienen (1. Korinther 12,4–7).
Dabei distanzieren wir uns jedoch ausdrücklich von Strömungen und Gruppierungen, die behaupten, dass die prophetischen Offenbarungsgaben sowie die Zeichen- und Wundergaben (wie Sprachenrede oder Wunderheilungen) heute noch in der gleichen Weise und Funktion bestehen wie zur Zeit der Apostel. Wir glauben, dass diese besonderen Zeichengaben dazu dienten, die Apostel als Boten Gottes zu beglaubigen und das Wort zu bestätigen, während sie heute durch die abgeschlossene Offenbarung der Heiligen Schrift ersetzt wurden (Hebräer 2,3–4; 2. Korinther 12,12).
Wir glauben zudem, dass die Taufe eine Handlung ist, die von der Gemeinde durch vollständiges Untertauchen an Gläubigen vollzogen wird. Sie stellt das öffentliche Bekenntnis des bereits geretteten Menschen dar und ist ausdrücklich nicht die Wiedergeburt selbst, sondern das äußere Zeugnis der zuvor durch den Geist gewirkten Neugeburt (Römer 6,4; Titus 3,5).
Die Zukunftshoffnung (Eschatologie): Wir erwarten die persönliche und jederzeit mögliche Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus zur Entrückung seiner Gemeinde (1. Thessalonicher 4,16–17). Dieser folgt die siebenjährige Zeit der Drangsal, eine Zeit beispiellosen Gerichts über die ungläubige Welt und der Züchtigung Israels (Jeremia 30,7; Matthäus 24,21). Nach dieser Drangsalszeit erfolgt das Kommen des Herrn in Macht und Herrlichkeit, um Seine Feinde zu richten und die Aufrichtung seines tausendjährigen Reiches auf Erden zu vollziehen (Offenbarung 20,1–6). Schließlich folgen das Endgericht vor dem großen weißen Thron sowie die Erschaffung eines neuen Himmels und einer neuen Erde, in der Gerechtigkeit wohnt (2. Petrus 3,13).